MAKE-UP 1x1

Korrektiv Make-up

Die am häufigsten angewandte Schminktechnik, wird im Profibereich als "Beauty- oder Korrektiv-Make-up" bezeichnet. Das Ziel dieser Technik ist:
  • natürlich schön zu wirken
  • Positives hervorzuheben
  • Negatives zu kaschieren
Profitipp: Die Einrichtung eines Schminkplatzes und der Einsatz von Echthaarpinseln und professionellen Make-up Produkten erleichtert das Schminken.

Pflege

Die Basis eines perfekten Make-ups ist immer die perfekte Pflege. Vor dem Auftragen der Foundation sollte die Haut deshalb mir reichlich Feuchtigkeitscreme gesättigt werden. Die Creme sollte mineralöl- und silikonfrei sein, damit die Poren nicht verstopfen und die Haut atmen kann.

Grundierung

Um die richtige Nuance auszuwählen, wird das Make-up seitlich im Bereich des Unterkieferknochens aufgetragen. An dieser Stelle ist die Haut gesund, ohne Rötungen und der Übergang zum Hals ist gut sichtbar. Der Farbton der Foundation ist dann perfekt, wenn keine Farbe bzw. Übergang zu erkennen ist.

Puderfreie Foundationcremes oder -fluids, eignen sich für die meisten Hauttypen, insbesondere für trockene und reife Haut. Sie setzten sich nicht in Hauptschüppchen oder Fältchen ab und verleihen der Haut einen frischen Glow. Make-up Artists tragen sie am liebsten mit einem speziellen Foundationpinsel auf. Die Methode ist präzise, vermittelt den Eindruck von Porzelanhaut und ist sparsam im Verbrauch.

Problematische Haut, die zu Allergien, Hypersensibilität oder Unreinheiten neigt, verträgt kompakte Puderprodukte besser. Sie bleiben auf der Haut liegen und gleichen Unebenheiten optisch wie ein Schleier aus. Mit einem großen Puderpinsel aufgetragen, schenken sie der Haut ein seidiges, ebenmäßiges Finish.

Concealer

Kleine Makel wie Pickelchen und Rötungen werden mit einem Concealer kaschiert. Die stark deckende Creme wird im Farbton eine Nuance heller gewählt als die Grundierung. Gelbstichige Nuancen neutalisieren das Rot am besten.

Augenschatten und -Ringe lassen sich mit Hilfe eines Rosé-, Pfirsich- oder Fliederton ausgleichen und aufhellen. Puderfreie Cremekosistenzen pflegen die Augenpartie und setzten sich nicht in Mimikfältchen ab.

Puder

Zum fixieren und mattieren von flüssigen Grundierungen kann ein Hauch Puder als Finish verwendet werden. Hierfür eignen sich transparente und hautfarbene Puder, in loser oder gepresster Form, besonders gut.
Für einen zusätzlichen Frischeeffekt sorgen rosé- oder pfirsichfarbene Puder und Sonnenpuder.

Lidschatten

Um die Augen zu betonen, gibt es verschiedene Schminktechniken. Die folgende Aufteilung bezieht sich auf die Grundtechnik und lässt sich auf alle Lidschattenfarben anwenden.

Mit einem weichen, fluffigen Lidschattenpinsel wird das gesamte Lid bis zur Augenbraue grundiert. Profis verwenden dafür pastellige Rosé-, Pfirsich- und Cremetöne. Ein sehr heller, glänzender Lidschatten, der unter den äußeren Augenbrauenrand und in den Augeninnenwinkel gesetzt wird, erzeugt zusätzlich ein besonderes Highlight.

Mit Farbtönen wie Braun, Grau oder Pflaume, lässte sich die Lidfalte optimal ausschattieren, ohne überschminkt zu wirken. Der dunkle Farbton wird mit einem runden oder abgeschrägtem Pinsel, als weicher Strich in die Lidfalte gesetzt. Er beginnt schwach, je nach Augenform, im Augeninnenwinkel oder der Mitte des Augenlids und verstärkt sich zum äußeren Augenrand. Von dort schlägt er am oberen Wimpernrand einen kleinen Bogen zurück nach innen. Diese sog. "Banane" vergrößert und liftet optisch das Auge.

Zuletzt werden alle Übergänge mit dem weichen Pinsel verwischt, Visagisten nennen diese Technik "Ausblenden". Die Konturen bekommen so einen softigen, fließenden Charakter. Eine zarte Linie aus Lidschatten oder Kajal am unteren Wimpernrand rundet das Ergebnis ab.

Profitipp: Für besonders leuchtende Augen, gegensätzliche Lidschattenfarben zur eigenen Augenfarbe verwenden:
  • Braune Augen: türkis
  • Grüne Augen: lila
  • Blaue Augen: orange
Matte Lidschattenfarben eignen sich optimal für jeden Hauttyp, besonders aber für reife oder unreine Haut, da sie dem Teint schmeicheln und besonders natürlich wirken.

Lidstrich & Maskara

Ein dunkler Lidstrich, mit weichem Kajal oder flüssigem Eyeliner, am oberen Wimpernrand, verdichtet optisch die Wimpern und intensiviert den Blick. Topmodel Kate Moss schwört auf diese Technik. Weißer oder rosefarbener Kajal im Augeninnenlid mogelt zusätzlich kleine Augen größer.

Die Wimpern werden mit schwarzer oder dunkelbrauner Maskara kräftig getuscht (doppelt und oben am Außenrand ruhig noch mal) und fertig ist das perfekte Augen-Make-up.

Lipliner, Lippenstift & Lipgloss

Der Lipliner zaubert voll wirkende Lippen und verhindert gleichzeitig das Auslaufen des Lippenstiftes oder Glosses. Die Lippenkontur wird mit strichelnden Bewegungen von innen nach außen nachgefahren und die Fläche anschließend mit Lippenstift oder Gloss ausgemalt. Beide Farbtöne müssen exakt aufeinander abgestimmt sein. Im Zweifelsfall wählen Make-up Artists den Konturenstift immer eine Nuance heller.

Profitip: Helle, frische Farben und lichtreflektierende Glosse lassen die Lippen schön voll und den Teint jünger wirken. Wer schmale Lippen hat, sollte daher auf zu dunkle, matte Lippenstifte verzichten. Auch trockene Lippen profitieren von durchfeuchtenden Glosskonsistenzen.

Rouge

Wangen und Lippenfarbe sollten harmonieren, dürfen im Farbton aber voneinander abweichen. Sehr schmeichelnd wirken ähnliche Farbtöne in helleren und dunkleren Nuancen. Frisch und strahlend wirken gegensätzliche Farben, wie z.B. roséfarbene Lippen und pfirsichfarbene Wangen.

Klassisch natürlich, wird das Rouge mit einem Rougepinsel im Bereich der Wangenknochen aufgetragen. Werden die Lippen dabei zu einem Kussmund gespitzen, lassen sich die Wangenknochen besser erkennen. Das Rouge wird dort ansetzen und softig bis hin zur Schläfe bzw. in den Haaransatz ausgeblendet. Diese Technik eigent sich für die meisten Gesichtsformen.

Eine ganz andere Rougetechnik lieben Stars wie Schauspielerin Sarah Jessica Parker und Topmodel Heidi Klumm. Sie haben die lange verpöhnten "Apfelbäckchen" wieder salonfähig gemacht. Diese Technik wirkt sehr frisch, kess und mädchenhaft. Das Blush wird kreisförmig auf die Wangen gearbeiten und die Übergänge zart verwischt. Hierfür eignen sich am besten fruchtige Rosé-, Pfirsich- oder dezente Rottöne. Finger weg von dieser Technik bei Couperose.

Profitipp: Zu dunkle, rötliche Rougetöne können streng wirken und optisch alt machen. Zarte, matte Farben, wie z.B. braunrosé Töne, eignen sich bestens für den täglichen Gebrauch und sind auch bei reifer oder unruhiger Haut mit Rötungen von Vorteil.

Abschminken

Am Ende des Tages das Abschminken nicht vergessen! Ein sanfter Make-up Entferner oder Babyfeuchttücher sind Pflicht. Und weil perfektes Make-up immer mit perfekter Pflege beginnt, sollte die Haut auch am Abend mit reichlich Feuchtigkeitscreme verwöhnt werden.